
Dominio de la Vega schafft es einfach immer wieder, mich zu begeistern. Das Weingut gehört seit Jahren zu den echten Vorreitern in Utiel-Requena und oft auch in ganz Spanien. Schon vor über 20 Jahren haben sie Pinot Noir in die Region gebracht – zu einer Zeit, als viele das für eine verrückte Idee hielten. Heute zeigt sich, wie richtig sie lagen, denn mittlerweile entstehen daraus einige der spannendsten Schaumweine des Landes.
Mit dem Flor de Godello beweisen sie nun erneut ihr Gespür für Trends und Qualität. Denn wenn es aktuell eine spanische Weißweinrebsorte gibt, die von Weinliebhabern und Sommeliers gleichermaßen gefeiert wird, dann ist es Godello. Seine Heimat liegt eigentlich im grünen Galizien, wo Atlantik, Regen und kühle Nächte seinen Charakter prägen. Umso neugieriger war ich darauf, wie sich diese Rebsorte unter dem deutlich sanfteren Einfluss des Mittelmeers präsentiert.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Trauben stammen aus einer jungen, stark ertragsreduzierten Lage in der Vega-Zone. Die leicht salzigen Lehmböden mit ihrem geringen Anteil an organischer Substanz verleihen dem Wein eine feine mineralische Spannung und sorgen für erstaunlich viel Ausdruck. Der typische Godello-Zug am Gaumen ist sofort da, doch gleichzeitig zeigt sich dieser Wein deutlich floraler als viele seiner galicischen Verwandten. Weiße Blüten spielen hier eine Hauptrolle – und spätestens dann versteht man auch, warum dieser Wein den Namen Flor de Godello trägt.
Bei Dominio de la Vega wird nichts dem Zufall überlassen. Die jungen Reben werden konsequent im Ertrag begrenzt, um möglichst viel Konzentration in jede einzelne Traube zu bringen. Anschließend wird nur der hochwertigste Vorlaufmost verwendet – rund 60 % dessen, was theoretisch möglich wäre, bleibt außen vor. Wenn man bedenkt, wie viel bereits im Weinberg aussortiert wird, versteht man schnell, warum hier so viel Qualität im Glas landet.
Der Ausbau erfolgt für zwei Monate im Edelstahltank auf der Feinhefe. Das verleiht dem Wein zusätzliche Cremigkeit und Tiefe, ohne die Frische zu überdecken, die Godello so spannend macht.
Im Glas leuchtet er in einem satten Gelb mit goldenen Reflexen. Die Nase ist intensiv, frisch und elegant zugleich: Zitrusfrüchte treffen auf weiße Blüten, begleitet von einer feinen balsamischen Eukalyptusnote, die dem Wein etwas unglaublich Animierendes verleiht. Am Gaumen zeigt er genau das, was ich an guten Godellos so liebe: Frische, Druck und Schmelz. Die lebendige Säure trägt die Frucht, die Feinhefe sorgt für Cremigkeit und im Nachhall bleibt er erstaunlich lange präsent.
Ein Godello, der seine Herkunft nicht verleugnet, aber gleichzeitig zeigt, wie spannend diese Rebsorte auch fernab Galiziens sein kann. Mediterran geprägt, wunderbar balanciert und vor allem ein Wein, bei dem das zweite Glas meistens schneller leer ist als das erste.
| Hersteller | frisch, mineralisch, cremig, floral, lebendige Säure, Schmelz, druckvoll, langer Nachhall |
| Jahrgang | 2024 |
| Rebsorte | Godello |
| Region | Utiel-Requena |
| Ausbau | sobre lias |
| Alkohol | 11.0 % vol. |
| Allergene | Enthält Sulfite |
Durchschnittliche Nährwerte je 100 ml
| Energie | 339 kJ / 81.0 kcal |
| Fett | 0.0 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 0.0 g |
| davon einfach ungesättigte Fettsäuren | 0.0 g |
| davon mehrfach ungesättigte Fettsäuren | 0.0 g |
| Kohlenhydrate | 0.0 g |
| davon Zucker | 0.0 g |
| Ballaststoffe | 0.0 g |
| Eiweiß | 0.0 g |
| Salz | 0.0 g |