Kategorie: Asturien
Asturien
Asturien liegt im Norden Spaniens an der Atlantikküste und ist vor allem für seine grüne Landschaft, den Apfelwein (Sidra) und seine bergige Natur bekannt. Im Vergleich zu anderen spanischen Weinregionen ist der Weinbau hier eher klein, gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung. Das feuchte, gemäßigte Klima mit hohen Niederschlägen und milden Temperaturen prägt den Charakter der Weine. Die Weinberge befinden sich häufig an steilen Hängen, was die Bewirtschaftung anspruchsvoll macht.
Die wichtigste geschützte Herkunftsbezeichnung der Region ist Vino de Calidad de Cangas im Südwesten Asturiens. Dort werden vor allem frische, aromatische Weine mit guter Säure erzeugt. Viele Rebsorten sind autochthon, also ursprünglich in der Region beheimatet.
Die steilen, unwegsamen Weinberge an den Hängen der Flusstäler des Narcea und seiner Nebenflüsse sind mit Maschinen nur schwierig zu befahren, daher werden die oft autochthonen Rebsorten von Hand und mit traditionellen Methoden gelesen. Diese Art des unter körperlichen Anstrengungen und besonderen Herausforderungen stattfindenden Weinbaus wird auch als „heroischer Weinbau“ bezeichnet.
Auf den asturischen Hängen mit bis zu 30 % Gefälle finden sich lokale Raritäten wie die ertragsarme, kleinbeerige weiße Albarín Blanco (die nicht identisch ist mit der ebenfalls weißen Albariño), weiterhin die rote Reb-Variante derselben Art, Albarín Negro oder Tinto und die seltene rote Carrasquín.
Typische Rebsorten aus Asturien:
Weiße Rebsorten
• Albarín Blanco – aromatisch, mit Noten von Zitrusfrüchten und Blumen
• Albillo – milde Säure, fruchtige Aromen
Rote Rebsorten
• Albarín Negro – fruchtbetonte Weine mit moderaten Tanninen
• Verdejo Negro – würzige und frische Rotweine
• Carrasquín – seltene lokale Sorte mit guter Struktur
Insgesamt ist Asturien eine kleine, aber interessante Weinregion, die sich durch ihre traditionellen Rebsorten und ihre vom Atlantik geprägten Weine auszeichnet. Besonders die Weine aus dem Gebiet Cangas zeigen das Potenzial des asturischen Weinbaus.
Weitere angebaute rote Rebsorten sind die für die Herstellung von Roséwein hervorragend geeignete Verdejo negro (auch als Trousseau, Merenzao oder Maria Ardoña bekannt) und die weiter verbreiteten Sorten Syrah und Mencía, die meist zum Verschnitt mit den einheimischen Rebsorten verwendet werden. Eine absolute Seltenheit sind der rote Muskateller (Moscatel de Grano Menudo Rojo), die Muscat à petis grains und die weiße Rebsorte Albillo.
In kleineren Mengen werden auch die weiße Picapoll und die rote Sorte Garnacha angebaut, die auch für die VdlT de Cangas de Narcea-Kennzeichnung zugelassen und empfohlen sind. Dies trifft auch auf die internationalen Rebsorten Merlot, Pinot noir, Syrah und Gewürztraminer sowie Godello zu, denen jedoch eine untergeordnete Rolle zukommt. Bei alledem darf man die geringe Anbaufläche Asturiens nicht vergessen, so dass auf die meisten genannten Rebsorten nur eine Handvoll von Hektar entfällt.
Insgesamt ist Asturien eine kleine, aber interessante Weinregion, die sich durch ihre traditionellen Rebsorten und ihre vom Atlantik geprägten Weine auszeichnet.
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